Oberlausitzer Kleckskuchen

von Wolgang Laufer

Herzlich Willkommen zum Küchenplausch am Dienstag!

Oberlausitzer Kleckskuchen – Restekuchen mit viel Geschmack

Was hatte der Bäcker immer Freitags übrig? Hefeteig, Quark, Marmelade und Streusel und genau das sind die Zutaten für den bunten und sehr schmackhaften Kuchen, denn von den übrigen Zutaten wurden auf den ausgerollten Hefeteig Kleckse gegeben – eine Zutat reichte ja für die ganze Fläche manchmal nicht aus und so entstand der Kleckskuchen.

Wie wir alle wissen, schmecken gerade die Reste beim Kuchenbacken am besten und so hat man aus der Not eine Tugend gemacht. Dieser bunte Kuchen hat es, auf Grund seines außergewöhnlichen Aussehens und des guten Geschmacks wegen, auf die Festtagstische in der Oberlausitz geschafft.

Eine Kirmes (Erntedankfest)  oder ein Pfingstfest oder auch andere Feiertage ohne Kleckskuchen ist nicht vorstellbar und hat ganz besonders in der ländlichen Gegend Tradition.

Das Rezept möchte ich Ihnen als gebürtiger Oberlausitzer nicht vorenthalten. Die verschiedensten Dinge haben auf Grund des Weitersagens den Weg in die weite Welt gefunden. Vielleicht trägt mein Küchenplausch auch dazu bei, den Kleckskuchen aus der Oberlausitz in die weite Welt zu tragen.


Probieren Sie es aus und schreiben Sie mir, wie Ihr Geschmackserlebnis war. Ich freue mich auf Ihr Feedback und dann vielleicht auch auf neue Ideen von Ihnen. Tradition und Veränderung schließen sich ja nicht aus. 
Bis bald zu meinem nächsten Küchenplausch am Dienstag!
Ihr Wolfgang Laufer